Juniorforschungsgruppen am NCT

Am NCT arbeiten aktuell fünf Juniorforschungsgruppen an neuen Erkenntnissen über die Beschaffenheit und Behandlung von Tumoren. Die Gruppen wurden mit Hilfe von Ausschreibungen ausgewählt und werden für drei Jahre gefördert. Sie alle haben einen innovativen translationalen Forschungsschwerpunkt sowie eine multidisziplinäre Ausrichtung.

  • Vehlow, Anne: Tumorinvasion und Metastasierung
    Bisherige Studien legen einen Zusammenhang von Strahlentherapie und der Beweglichkeit von Tumorzellen nahe. Weitestgehend ungeklärt sind jedoch die verknüpfenden Mechanismen und die zugrundeliegenden zellulären und molekularen Prozesse. Die Aufklärung dieser fundamentalen Mechanismen im Rahmen der Strahlentherapie ist das wesentliche Hauptziel der Forschungsgruppe. Ein weiteres wichtiges Ziel besteht darin, Biomarker zu identifizieren, mit denen sich vorhersagen lässt, welche Tumorzellen sich vom Tumor wegbewegen und Metastasen bilden.
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  • Erdmann, Kati: Biomarker bei Prostatakrebs
    Obwohl Prostatakrebs eine der häufigsten Tumorarten bei Männern ist, mangelt es gegenwärtig an präzisen und verlässlichen Biomarkern (charakteristische Zellen, Gene oder Proteine) zur Diagnose und Prognose der Krebsart. Die Forschungsgruppe generiert mögliche Biomarker aus Blut und Urin von Patienten und will diese für frühzeitige Diagnosen und zur Anpassung einer personalisierten Krebstherapie nutzbar machen. 
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  • Mitroulis, Ioannis: Die Rolle der Knochenmarksumgebung bei myeloischer Leukämie
    Bisherige Studien zeigen, dass entartete blutbildende Stammzellen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Leukämie spielen. Die Forschungsgruppe untersucht den veränderten Stoffwechsel und die abweichenden Interaktionen dieser Stammzellen. Die zelluläre Analyse der Knochenmarksumgebung soll Aufschluss über die Entstehung von myeloischer Leukämie geben.
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  • Theis, Mirko: Wirkung von immunregulatorischen Proteinen bei Krebs
    Immuntherapien sind ein vielversprechender neuer Ansatz in der Krebsmedizin. Dabei interagieren sowohl auf Seiten der Tumorzellen als auch der körpereigenen Abwehrzellen viele molekulare Partner miteinander. Mit welchen Mechanismen Tumorzellen resistent gegen Immunreaktionen werden, genauer: wie sie immunregulatorische Proteine aktivieren oder unterdrücken, untersucht die Forschungsgruppe von Dr. Theis. 
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  • Hampe, Jochen: Neue personalisierte Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs
    Der wissenschaftliche Schwerpunkt der Juniorgruppe wird die Generierung von primären humanen Organoid-Zelllinien von gastrointestinalen Tumorpatienten sein, um Fragestellungen wie Sensitivität- und Resistenzmechanismen bei Chemotherapie, Identifikation pharmako-genetischer Vulnerabilitäten, Prädiktion von Therapieansprechen und Patientenstratifizierung zu bearbeiten. Zudem können Organoide in immundefiziente Mäuse implantiert werden und damit ein patientennahes in vivo Modell (PDO-Xenotransplantation, PDOX) liefern, um therapeutische Konzepte in die Präklinik zu übersetzen. Basierend auf diesen mechanistischen Erkenntnissen sollen neuartige rationale Behandlungsstrategien entwickelt und in vorklinischen ex vivo, in vivo und durch "Cross-Species" Vergleich validiert werden.