"626 Takte gegen Krebs"

Benefizkonzert 12. März 2020, 19 Uhr, Kreuzkirche

Dresdner Kapellsolisten, Stephanie Atanasov (c) Frank Höhler, André Leischner

Dresdner Kapellsolisten, Leitung Helmut Branny

Solisten: Stephanie Atanasov, Mezzosopran; Susanne Branny, Violine; Bernhard Kury, Flöte; Erik Reike, Fagott
Moderation: Anja Koebel

Werke von Bach, Telemann und Vivaldi

Takte/Tickets à 20 Euro, ermäßigt 10 Euro (Schüler, Studenten, Senioren)

Werden Sie Teil der Komposition!

Eine Krebserkrankung bringt das Leben aus dem Takt und ist für Patienten und Angehörige ein dramatischer Einschnitt. Das Bild ist bewusst gewählt. Denn: Ein Einschnitt ist es auch, wenn ein Musikstück plötzlich abbricht und statt der eben gehörten Melodie Stille einkehrt. Genau das könnte beim Benefizkonzert zugunsten des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) am 12. März geschehen. Und zwar dann, wenn es nicht gelingt, alle Takte des letzten Musikstücks auf dem Programm zu verkaufen. Denn: Nur die Takte, die verkauft werden, werden auch gespielt.
Das Konzertformat wurde am NCT Heidelberg entwickelt, das dafür mit dem Deutschen Fundraisingpreis ausgezeichnet wurde.

Dresdner Kapellsolisten

Mitreißende, vitale Interpretationen sind Programm bei den Dresdner Kapellsolisten. Seit 1994 sind die  Mitglieder des Ensembles verbunden in ihrer Leidenschaft für eine epochengetreue Rekonstruktion  des barocken, klassischen und romantischen Musikerbes.

Hauptsächlich Mitglieder der Sächsischen Staatskapelle bilden die Dresdner Kapellsolisten. Unter der Leitung des Mitbegründers und „Primus inter pares“ Helmut Branny erwecken sie die sprachlichen und gestischen Elemente der Musik zu einer lebendigen Klangrede. Die intensive Pflege des umfangreichen Kammermusikerbes, die alle bis heute gewonnenen historischen und stilistischen Erkenntnisse einbezieht, bildet nur einen der Schwerpunkte in der Arbeit der Dresdner Kapellsolisten. 

Mindestens ebenso sehr liegt dem vielseitigen Klangkörper die Wiederentdeckung zu Unrecht vergessener oder selten gespielter Werke am Herzen. Komponisten wie Johann Gottlieb Naumann, Anton Teyber, Johann Baptist Neruda, Antonio Rosetti und  Friedrich Wilhelm Herschel kommen dabei neu zu Wort, ebenso, mit dem besonderen Ziel der Wiederbelebung des Dresdner Repertoires, Franz Seydelmann, Johann Georg Pisendel und Johann Gottlieb Graun, Jan Dismas Zelenka, Antonin Reichenauer, Antonio Lotti oder Prinzessin Amalia von Sachsen.

Ihre rege Konzerttätigkeit führt die Dresdner Kapellsolisten in alle wichtigen Musikzentren Deutschlands. Im Ausland gastiert das Ensemble u. a. in Italien, Polen, Ungarn, Tschechien, Österreich, Slowenien, Kroatien, Luxemburg, Lichtenstein, Niederlande, Schweiz, Japan und Korea und bei  namhaften Festivals  wie z.B. dem Rheingau Musik Festival, Würzburger Mozartfest oder den   Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.

Eine künstlerische Zusammenarbeit verbindet die Dresdner Kapellsolisten mit international renommierten Solisten, u.a. Jan Vogler, Viktoria Mullova, Mirjam Contzen, Peter Rösel, Francois Leleux, Matthias Görne, Alison  Balsom, Albrecht Mayer, ebenso mit Nils Mönkemeyer, Martin Stadtfeld, Gabór  Boldóczki, Sergej Nakariakov, Dorothee Oberlinger, Daniel Müller-Schott, Johannes Moser, Tine Thing Helsethund Lise de la Salle. Mit dem Dresdner Kreuzchor pflegen Helmut Branny und sein Ensemble eine langjährige künstlerische Beziehung.

Die Dresdner Kapellsolisten sind Preisträger des Deutschen Musikpreises „Echo Klassik“.

Die gebürtige Wienerin, Jahrgang 1983, studierte an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien. Die Mezzosopranistin ist Preisträgerin verschiedener Wettbewerbe, zuletzt der Competizione dell’Opera 2008 in Dresden. Von 2005 bis 2006 war sie Mitglied des Jungen Ensemble der Semperoper Dresden, seit 2006 festes Ensemblemitglied der Semperoper, wo sie u.a. als Cherubino (Mozart Le nozze di Figaro), Hänsel (Humperdinck Hänsel und Gretel), Valencienne (Lehár Die lustige Witwe) und Dorabella (Mozart Così fan tutte) zu sehen war.

2008 debütierte sie bei den Salzburger Festspielen als 2. Waldnymphe in Dvořáks Rusalka, es folgte ihr Rollendebüt als Octavian (Strauss Der Rosenkavalier) in Kiel. Zuletzt führten sie Gastspiele als Rosina (Rossini Il barbiere di Siviglia) ans Theater Bremen, Octavian an die Deutsche Oper Berlin, Marguerite (Berlioz La damnation de Faust) zum Wiener Musikverein, Cherubino an die Staatsoper Unter den Linden Berlin sowie erneut zu den Salzburger Festspielen, wo sie zur Eröffnung in Mozarts c-moll-Messe und als 3. Magd in Strauss‘ Elektra zu hören war. In der Spielzeit 2010/11 gab sie an der Semperoper ihre Rollendebüts als Sesto Pompeo (Händel Giulio Cesare in Egitto), Dido (Purcell Dido and Aeneas) und Smeton (Donizetti Anna Bolena).

Sie war in der Spielzeit 2013/14 an der Staatsoper Berlin als Ramiro (Mozart, La finta giardiniera) in einer Neuproduktion von Hans Neuenfels, sowie als Rosina zu sehen. Es folgte ihr Debüt an der Hamburgischen Staatsoper, als Zerlina unter der musikalischen Leitung von Stefan Soltesz. Im Mai 2014 gab sie ihr Rollendebüt als Komponist in Strauss’ Ariadne auf Naxos an der Oper Kiel.Sie war im April 2015 erneut zu Gast an der Staatsoper Berlin, in der Rolle des Heswin (Telemann, Emma und Eginhard) unter der musikalischen Leitung von René Jacobs. Im Mai 2015 übernahm sie die Partie des Rosenkavaliers am Tokyo New National Theatre. Im November 2016 war sie in Beethovens Missa Solemnis in Stuttgart zu hören, sowie als Annio (Mozart, La Clemnza di Tito) an der Staatsoper Hannover. 2017/18 sang sie erneut am New National Theatre Tokyo die Rolle des Orlofsky.

Seit der Spielzeit 2019/2020 ist Stefanie Atanasov festes Ensemblemitglied am Theater Plauen-Zwickau.