Onkologisches Spitzenzentrum, Onkologisches Zentrum, Organkrebszentren

Die Deutsche Krebshilfe (DKH) hat gemeinsam mit der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) eine umfassende, dreistufige Struktur zertifizierter Zentren etabliert, die dazu führen soll, dass Tumorpatienten in Deutschland flächendeckend nach einheitlichen, hohen Qualitätsstandards behandelt und versorgt werden.
Neben den durch die Deutsche Krebshilfe ausgezeichneten Onkologischen Spitzenzentren zertifiziert die Deutsche Krebsgesellschaft auf der zweiten Ebene Onkologische Zentren und auf einer dritten Ebene Organkrebszentren.

Abbildung: Aktuelle und laufende Zertifizierungen NCT/UCC Dresden

Orientierung für Patienten

Je nach Ausstattung, Spezialisierung und Vernetzung werden unterschieden:

  • Onkologische Spitzenzentren, die sehr umfangreich qualifiziert sind und insbesondere auch Krebsforschung betreiben.
  • Onkologische Zentren, die auf mehrere Tumorarten und Fachgebiete spezialisiert sind.
  • Organkrebszentren, die auf eine Tumorart spezialisiert sind.

Patienten kann der Blick auf die Zertifizierung eines Zentrums helfen, sich bei der Suche nach einer geeigneten Klinik für ihre Krebserkrankung zu orientieren.

Zertifizierung NCT/UCC Dresden

Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) zählt zu den 13 Onkologischen Spitzenzentren in Deutschland, die derzeit von der Deutschen Krebshilfe gefördert werden. Es baut auf den Strukturen des Universitäts KrebsCentrums Dresden (UCC) auf, das 2003 als eines der ersten Comprehensive Cancer Center (CCC) in Deutschland gegründet wurde. Das UCC erhielt nach internationaler Begutachtung im März 2007 von der Deutschen Krebshilfe die Auszeichnung „Onkologisches Spitzenzentrum". Seither kann das Dresdner Zentrum diesen Status erfolgreich verteidigen.
Um die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Versorgung von onkologischen Patienten zu stärken und die qualitativ hochwertige Versorgung nach außen sichtbar zu machen, haben wir im klinischen Bereich das Krebszentrum als „Onkologisches Zentrum" nach den Regeln der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. zertifizieren lassen. Dies schließt die Organkrebszentren für Brustkrebs und gynäkologische Tumoren, Prostatakrebs, Tumoren des Gastrointestinaltraktes, neuroonkologische Tumoren sowie Hauttumoren ein. Aktuell läuft eine Gesamtzertifizierung mit allen Tumorarten, darunter künftig auch die Hämatoonkologie, Kinderonkologie, Sarkome, Kopf-Hals-Tumore und Nierenkrebs.

Behandlung auf dem neuesten Stand der Wissenschaft

Mit der 2007 initiierten Förderung „Onkologischer Spitzenzentren“ in Deutschland verfolgt die Deutsche Krebshilfe das Ziel einer flächendeckenden Patientenversorgung auf höchstem medizinischem Niveau und nach aktuellem onkologischen Wissensstand. Als Vorbild dienten die Comprehensive Cancer Center in den USA. CCCs zeichnen sich durch eine besondere Leistungsfähigkeit in Bezug auf die Versorgung krebskranker Patienten und durch die Erforschung neuer diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten zur Bekämpfung von Krebserkrankungen aus. Aufgrund ihrer Exzellenz sind diese Zentren auch als Ausbildungs- und Tätigkeitsstätte für den ärztlichen und wissenschaftlichen Nachwuchs attraktiv.
Um die Etablierung von CCCs in Deutschland voranzutreiben, hat die DKH in Kooperation mit international führenden Institutionen verbindliche Qualitätsparameter definiert und den Wettbewerb "Onkologische Spitzenzentren" ausgeschrieben. Die Bewerber wurden durch eine erfahrene internationale Kommission bewertet. Jedes geförderte CCC wird regelmäßig auf die Erfüllung der vorgegebenen Leistungs- und Qualitätsziele überprüft.