Organkrebszentren

Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) bietet den Patientinnen und Patienten ein ganzheitliches Betreuungskonzept, welches neben einer optimalen Vorsorge, Diagnostik, Therapie und Nachsorge von Krebserkrankungen, auch die supportiven Bereiche, wie die psychosoziale Beratung oder Ernährungsberatung beinhaltet. Dieses wird überwiegend in den verschiedenen Organkrebszentren bereitgestellt und interdisziplinär organisiert. Kernelement der interdisziplinären Zusammenarbeit sind die wöchentlichen Tumorboards, in denen die bestmögliche Behandlungsstrategie für jede Patientin und jeden Patienten individuell unter Berücksichtigung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und aktuellen Leitlinien entwickelt wird.

Als zentrale Anlaufstelle dient die interdisziplinäre Kernambulanz des NCT/UCC, die durch eine Vielzahl von Spezialsprechstunden in den einzelnen Organkrebszentren ergänzt wird.

Am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) sind zehn Organkrebszentren etabliert, welche sowohl nach den Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft als auch nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert sind. Zudem ist am NCT/UCC eines der Zentren für familiären Brust- und Eierstockkrebs angesiedelt, das ebenfalls durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert wurde.

Die Zertifizierung als Organkrebszentrum ist an verschiedene Voraussetzungen gebunden. Dazu gehören z. B.:

  • In einem Organkrebszentrum muss eine bestimmte Anzahl an verschiedenen Fachärztinnen und Fachärzte arbeiten, die über eine umfangreiche Erfahrung und Expertise in der Behandlung einer bestimmten Krebsart verfügen
  • Für jede Tumorentität muss mindestens einmal wöchentlich ein interdisziplinäres Tumorboard durchgeführt werden, in der Fachärzte der verschiedenen Fachdisziplinen (Chirurgie, Pathologie, Strahlentherapie, Radiologie und Hämatologie/Onkologie) verpflichtend vertreten sind
  • Angebot von Ernährungs- und sozialrechtlicher Beratung, psychoonkologische und Palliativversorgung
  • Nachweis von definierten Kennzahlen (Anzahl an Operationen pro Jahr, Anzahl von Patienten in Studien, psychosoziale Betreuungsrate), die durch die Deutsche Krebsgesellschaft festgelegt und mit Sollvorgaben definiert werden

In jährlichen Audits werden die Anforderungen an die Organkrebszentren durch die Zertifizierungsgesellschaften überprüft und bewertet.