Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

Von verbesserten Diagnosemöglichkeiten bis hin zu innovativen Therapieansätzen – darauf konzentrieren sich die Institute für Radiopharmazeutische Krebsforschung sowie für Radioonkologie - OncoRay am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR). Ergänzt werden diese Arbeiten durch Forschung am Institut für Strahlenphysik, das unter anderem kompakte Teilchenbeschleuniger für die Protonentherapie entwickelt. Das HZDR beschäftigt rund 1.500 Mitarbeitende, darunter etwa 700 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die auf den Forschungsgebieten Gesundheit, Energie und Materie tätig sind.

Für die Krebsdiagnostik entwickelt das HZDR radioaktive Sonden und Softwareverfahren für moderne bildgebende Verfahren wie die Positronen-Emissions-Tomographie (PET). Darüber hinaus erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler neuartige radiopharmazeutische Ansätze für die Krebstherapie. Dazu gehören unter anderem Endoradionuklid-Therapien, bei denen Tumorgewebe gezielt im Körper bestrahlt wird, sowie die Kombination von Immuntherapeutika mit radioaktiven Strahlern im Sinne theranostischer Konzepte.

Für eine biologisch individualisierte und technologisch optimierte Strahlentherapie arbeiten Wissenschaftler:innen des HZDR im Bereich der Radiobiologie, der Medizinphysik und der translationalen Radioonkologie eng zusammen. Das übergeordnete Ziel der radiobiologischen Forschung ist die Entwicklung von biologisch individualisierten Kombinationstherapien. Die medizinisch physikalische Forschung verfolgt das Ziel, die Präzision und Genauigkeit der Protonentherapie in Richtung ihrer physikalischen Grenzen zu verbessern, indem neue Techniken entwickelt und in die klinische Anwendung überführt werden. Das Hauptziel der Forschung in der klinischen und translationalen Radioonkologie ist die Umsetzung präklinischer strahlenbiologischer Studien in die translationale Radioonkologie.

Fortschritte im Kampf gegen Krebs erfordern interdisziplinäre Zusammenarbeit. Deshalb arbeitet das HZDR eng mit dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden und der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden im Nationalen Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie – OncoRay zusammen. Gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) betreiben die Partner zudem den Dresdner Standort des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT/UCC Dresden). Darüber hinaus engagieren sich die Einrichtungen im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK).

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