PerSurge (NOA-30, EU-CT-Nummer 2023-503938-52-00) ist eine multizentrische, doppelblinde, 2-armige Phase-IIa-Überlegenheitsstudie, die Perampanel, einen AMPA-Rezeptor-Inhibitor, im Rahmen eines "extended window-of-opportunity"-Konzepts perioperativ bei progredientem oder rezidivierendem Glioblastom untersucht. Ziel der Studie ist es, die Tumor-Neuron-Netzwerkkonnektivität sowie die Tumorwachstumsdynamik unter Perampanel im Vergleich zu Placebo zu bewerten; ko-primäre Endpunkte sind die Netzwerkkonnektivität auf Einzelzell-Transkriptom-Ebene im Resektat sowie eine KI-basierte Beurteilung der Tumorwachstumsdynamik in T2/FLAIR-MRT-Sequenzen vor Resektion. Eingeschlossen werden erwachsene Patient:innen mit progredientem oder rezidivierendem Glioblastom, bei denen eine geplante Resektion mit ausreichend sicherem Wartezeitfenster möglich ist und die eine Sicherheits-MRT erhalten. Teilnehmende werden 1:1 randomisiert und erhalten über einen Behandlungs- und Beobachtungszeitraum von 60 Tagen (beginnend 30 Tage vor der geplanten Resektion, die selbst nicht Teil der Studienintervention ist) entweder Perampanel oder Placebo (Gesamtkollektiv n = 66). Wichtige sekundäre Endpunkte umfassen prä- und postoperative kontrastmittelgestützte sowie postoperative T2/FLAIR-MRT-Parameter, Lebensqualität, kognitive Testung, Gesamtüberleben (OS) und progressionsfreies Überleben (PFS) sowie die Häufigkeit epileptischer Anfälle.
PerSurge ist eine multizentrische Phase-IIa-Studie, die den Wirkstoff Perampanel bei Patient:innen mit fortschreitendem oder rückfälligem Glioblastom untersucht. Perampanel ist ein bereits zugelassenes Medikament gegen Epilepsie, das in Vorstudien die Verbindungen zwischen Tumorzellen und Nervenzellen im Gehirn hemmen und dadurch das Tumorwachstum verlangsamen konnte. Ziel der Studie ist es zu prüfen, ob Perampanel diese Tumor-Nerven-Verbindungen auch bei Patient:innen tatsächlich verringert und das Tumorwachstum bremst. Teilnehmen können erwachsene Patient:innen mit fortschreitendem Glioblastom, bei denen eine Operation zur Tumorentfernung geplant ist und ein sicherer Zeitraum bis zum Eingriff möglich ist. Die insgesamt 66 Teilnehmenden werden nach dem Zufallsprinzip und verblindet entweder Perampanel oder einem Scheinmedikament (Placebo) zugeteilt und über 60 Tage rund um die geplante Operation begleitet. Neben der Wirkung auf die Tumorzellen werden auch Lebensqualität, Denkleistung und die Häufigkeit epileptischer Anfälle erfasst.