CampaMET

Urogenitale Tumoren
Prostatakarzinom
Strahlentherapeutische Studien
Es soll eine longitudinale Analyse des Plasmas mittels ELISA und proteomischem Profiling bei Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom durchgeführt werden, die eine lokale Therapie der Metastasen erhalten haben. Dabei werden sowohl bereits asservierte Blutproben von Teilnehmern aus den Studien OLI-P, OLI-CR-P und Poly-CR-P verwendet (retrospektiver Studienteil) bzw. aktiv Patienten um dessen Einwilligung zur Blutentnahme gebeten (prospektiver Studienteil). Von jedem Teilnehmer sollen Proben zu drei Abnahmezeitpunkten analysiert werden. Das Blutplasma wird mittels Biocoll-Dichtegradientenzentrifugation zusammen mit der Isolierung von zirkulierenden Tumorzellen (CTCs) gewonnen und bei -80°C gelagert. Periphere mononukleäre Blutzellfraktionen (PBMCs) werden gesammelt und entweder nach Erythrozytenlyse bei -80°C gelagert oder die CD45- positiven Leukozyten werden mittels MACS (Miltenyi) depletiert. Die Konzentration von verschiedenen, in vorausgegangenen Experimenten identifizierten Markern (u.a. MMP11), werden mit geeigneten Methoden (z.B. ELISA) im asservierten Plasma und ggf. im Tumormaterial der Patienten bestimmt. Die Plasmaproben werden u.a. für die massenspektrometrische Analyse verwendet, welche im Labor der Projektpartner am Institut für Genetik und Tierbiotechnologie der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Magdalenka (Polen) durchgeführt wird. Es sollen die dynamischen Änderungen der Expressionslevel von Proteinen (u.a. MMP11) in bereits vorliegenden Proben von Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom prätherapeutisch und nach der Strahlentherapie sowie dessen Korrelation mit den klinischen Parametern (u.a. Gleason score, TNM Status, PSA-Wert, Lokalisation der Metastasen, Progress, und Therapie) untersucht werden, um das Potential dieser Proteine (u.a. MMP11) als mögliche prognostische Biomarker und Regulatoren von Progress und Metastasenbildung bestimmen zu können.
In der CampaMET-Studie sollen drei zusätzliche Blutproben (nachfolgend auch Biomaterial genannt) von jedem Patienten gesammelt werden, um in anschließenden Laboranalysen das Blut auf das Vorhandensein von spezifischen Proteinen und Tumorzellen sowie deren Änderungen während der Behandlung zu untersuchen. Dazu werden die Blutproben vor und nach der Strahlentherapie analysiert. Zudem soll geprüft werden, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Vorhandensein dieser Proteine mit speziellen klinischen Parametern u.a. verschiedenen Untersuchungswerten wie bspw. PSA-Wert, Ort der Metastasen oder Progress) gibt. Ziel dieser Blutanalysen ist es das Potential dieser Proteine als mögliche prognostische biologische Faktoren (sogenannte Biomarker) sowie als mögliche Regulatoren eines Tumorfortschreitens (Progresses) und einer Metastasenbildung bestimmen zu können.